Warum Ihre Katze jetzt raus will
Die Tage werden wieder länger – und Ihre Katze wird unruhiger, besonders wenn sie unkastriert ist. Denn die Tageslichtmenge hat entscheidenden Einfluss auf die Zyklusaktivität Ihrer Katze.
Katzen sind äußerst fruchtbare Tiere, die mehrmals im Jahr (ganz besonders von Februar bis Juli) zur Paarung bereit sein können und sich innerhalb kürzester Zeit rasant vermehren. Bei unkastrierten Tieren ist der gesamte Tagesablauf – bis auf wenige, kurze Ruhephasen – in der Paarungszeit hauptsächlich auf die Fortpflanzung ausgerichtet.
Das stresst gerade im Haus gehaltene Katzen sowie ihre Tierbesitzer. Nicht selten nehmen die Tiere stark ab, manche haben durch den Stress Übersprungshandlungen und lecken oder kratzen sich die Haut wund.
Für unkastrierte Freigänger bedeutet die Paarungszeit jede Menge Revierkämpfe und größere Streifzüge, verbunden mit Unfallgefahren und Kampfverletzungen. Zudem erhöht sich das Infektionsrisiko z.B. mit dem felinen Coronavirus (FIP), dem Leukose-Virus (FeLV) oder dem immun-schwächenden FIV-Virus, bei dem ein Krankheitsausbruch tödlich verlaufen kann.
Viel spricht für eine Kastration
Wussten Sie, dass kastrierte Katzen eine doppelt so hohe Lebenserwartung wie ihre unkastrierten Artgenossen haben? Aber nicht nur das. Kastration ist auch angewandter Tierschutz. Das wird verständlich, wenn man bedenkt, dass eine Katze im Durchschnitt zweimal jährlich, in manchen Fällen sogar dreimal, trächtig werden kann. Aus einer einzigen Katze können im Laufe von fünf Jahren einschließlich Enkeln, Urenkeln usw. ca. 13.000 Nachkommen hervorgehen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Kastration?
Kater kommen im Alter zwischen 8 bis 10 Monaten in die Pubertät (freilebende oft schon früher) und sind ganzjährig zur Fortpflanzung fähig. Sie markieren dann ihr Territorium mit ihrem Urin.
Katzen kommen häufig schon vor dem Kater mit 5 bis 9 Monaten in die Pubertät, es gibt frühreife Rassen (Abessinier, Heilige Birma und Siamkatzen) und spätreife Langhaarkatzen wie z.B. Perser. Man nennt die Paarungsreife oft auch „Rolligkeit“, die Katzen werfen sich auf den Boden bzw. rollen über den Boden, sind unruhig und miauen viel.
Wann genau eine Katze oder ein Kater kastriert werden soll, ist sehr individuell und sollte vorher mit Ihrer Tierärztin besprochen werden. Es besteht die Möglichkeit von Frühkastrationen, aber auch die Kastration nach dem Eintreten der Geschlechtsreife. Die Vor- und Nachteile sollten individuell besprochen werden.
Die Katzenkastration ist aus tiermedizinischer Sicht absolut sinnvoll und gehört zu einer verantwortungsbewussten Katzenhaltung. Sehen Sie die Kastration als wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung Ihrer Katze!






