Giardien – kleine Erreger, große Wirkung!
Warum Ihr Tier gerade in der nassen Jahreszeit gefährdet ist – und wie Sie vorbeugen können
Nach Regen oder Tauwetter steigt das Risiko für eine oft unterschätzte Gefahr: Giardien. Diese winzigen Darmparasiten sind unsichtbar, aber äußerst hartnäckig – und können bei Hunden und Katzen unangenehme Verdauungsbeschwerden verursachen. Besonders betroffen sind Welpen, Jungtiere und Tiere mit geschwächtem Immunsystem.
Was sind Giardien?
Giardien sind mikroskopisch kleine Einzeller, die sich im Dünndarm ansiedeln und die Darmschleimhaut reizen. Sie führen zu wässrigem oder schleimigem Durchfall, manchmal auch zu Erbrechen, Blähungen oder Gewichtsverlust. Viele Tiere zeigen nur leichte Symptome – stecken aber andere an, da sie die Erreger mit dem Kot ausscheiden.
Warum Giardien gerade jetzt ein Problem sind
Feuchte Böden, stehende Gewässer und milde Temperaturen bieten den idealen Lebensraum für Giardien. Selbst bei Temperaturen bis -4 °C überleben sie bis zu drei Monate in Pfützen, Matsch oder an feuchten Oberflächen. Schon ein kleiner Schluck aus einer Pfütze kann reichen, um die Parasiten aufzunehmen.
Symptome einer Giardien-Infektion
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Häufiger, übelriechender Durchfall (oft schleimig oder mit Blutbeimengung)
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Appetitlosigkeit, Abmagerung
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Blähungen, Bauchschmerzen
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Mattigkeit oder stumpfes Fell
Wenn Ihr Tier über mehrere Tage hinweg unter Durchfall leidet oder die Beschwerden immer wiederkehren, sollte unbedingt eine Kotuntersuchung beim Tierarzt erfolgen. Nur so lässt sich der Erreger sicher nachweisen und gezielt behandeln.
So schützen Sie Ihr Tier vor Giardien
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Vermeiden Sie, dass Ihr Hund aus Pfützen oder stehenden Gewässern trinkt.
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Reinigen Sie Futter- und Wassernäpfe täglich mit heißem Wasser.
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Sammeln Sie Kot immer sofort auf und entsorgen Sie ihn hygienisch.
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Achten Sie darauf, dass Ihr Hund keinen Kontakt zu fremdem Kot hat.
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Waschen Sie bei einem nachgewiesenen Befall Decken, Spielzeuge und Handtücher regelmäßig bei mindestens 60 °C.
Wann zum Tierarzt?
Giardien können nicht nur Tiere, sondern auch Menschen infizieren (Zoonose). Deshalb ist bei einer bestätigten Infektion besondere Hygiene wichtig – insbesondere, wenn Kinder oder ältere Menschen im Haushalt leben.
Bei wiederkehrendem Durchfall oder anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden sollte immer eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.
Wir beraten Sie gerne
Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Tier von Giardien betroffen ist? Oder möchten Sie wissen, wie Sie Infektionen gezielt vorbeugen können?
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